DEUTSCHER VERBAND FÜRLÄRMSCHUTZ AN VERKEHRSWEGEN e.V.
 
 

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31.03.2016 16:17 Alter: 2 yrs

Aktionsforum „Leise Schiene“


Unser 1.Vorsitzender Bernhard Bunger war am 9. März 2016 zu einem Aktionsforum im BMVI in Berlin eingeladen. Der Bundesminister Alexander Dobrindt stellte die Strategie „Leise Schiene" vor. Unter dem Motto, mehr Mobilität, weniger Lärm wird ca. 1 Milliarde Euro investiert und der Schienenlärm bis 2020 halbiert.

Die vorgestellte Strategie "Leise Schiene" besteht aus drei wesentlichen Elementen:

1. Fördern: Mehr Innovation und leisere Züge

·         Projekt „Innovativer Güterwagen“. Bis 2018 sollen Prototypen für neue Güterwagen gebaut und getestet werden, die leiser, energiesparender, umweltschonender und wirtschaftlicher sind als die heutigen Wagen. Für das Projekt stellt Minister Dobrindt 30 Millionen Euro bis 2018 aus den Zukunftsinvestitionen der Bundesregierung bereit.

·         Innovativer Lärmschutz am Gleis: Der Bund fördert die Erprobung neuer Lärmschutztechnologien an Teststrecken der DB. Entwickler, Hersteller können ihre Ideen, Technologien und Produkte direkt am Gleis testen.

·         Innovationsprämie für besonders leise Güterwagen: Die Anschaffung neuer Güterwagen, die europäische Lärmschutzstandards unterschreiten, wird gefördert.

·         Umrüstung Güterwagen auf  Flüsterbremsen: Bis 2020 stellt das BMVI dafür bis zu 152 Millionen Euro bereit. Zur Umrüstung bis 2020 sind über 163.000 Güterwagen angemeldet.

·         Lärmmessungen werden eingeführt, um den Fortschritt der Umrüstung zu dokumentieren. Dazu werden Messstellen an aufkommensstarken Hauptstrecken erreichtet.

·         Lärmabhängige Trassenpreise: Laute Züge zahlen seit 2013 für die Nutzung der Trassen mehr als leise. Das System setzt einen zusätzlichen Anreiz für die Umrüstung.

2. Ertüchtigen: Mehr Investitionen an der Strecke

·         Mehr Mittel für freiwillige Lärmsanierung an bestehenden Strecken. Die Mittel werden ab 2016 auf jährlich 150 Millionen Euro erhöht. Gefördert werden z.B. innovative Lärmschutzmaßnahmen, Schallschutzwände oder Schallschutzfenster.

3. Regulieren: Strengere Vorschriften

·         Fahrverbot für laute Güterwagen ab 2020: Ab diesem Zeitpunkt werden nur noch Güterwagen das deutsche Schienennetz befahren dürfen, die die Lärmschutzstandards erfüllen. Dafür wird ein Gesetz auf den Weg gebracht.

·         Abschaffung Schienenbonus: Seit 1.1.2015 gelten bei Neu- und Ausbau von Schienenstrecken strengere Lärmschutzwerte.

·         Besserer Schutz bei Lärmsanierung:  Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Schienenstrecken müssen seit 1.1.2015 um 5dB(A) besser sein. Durch die Absenkung der Auslösegrenzwerte um 3 dB(A) haben zudem mehr Anwohner an Bestandsstrecken Anspruch auf Lärmschutz.

 

Der DVLV begrüßt die Ausführungen des Herrn Ministers.

 

Link zur Pressemeldung des BMVI: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2016/031-dobrindt-leiseschiene.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id200022


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